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Ruine armenischen Kloster aus dem 18. Jahrhundert

Von Jorgos Milonas

Resumé:
Das Kloster wurde vom armenischen Mönch Mechitar gegründet und 1706 gebaut. Es bewohnten 12 Mönche, die sich (nicht ganz freiwillig) auf die Seite des Vatikans geschlagen haben. Schon 1714 wurden sie Opfer des wieder aufgeflammten venezianisch-türkischen Krieges. Sie flüchteten nach Italien, wo sie von der benediktinischen Kongregation empfangen wurden und bekamen vom venezianischen Senat ihren neuen Sitz auf der Insel San Lazzaro.

Bewegte Geschichte :
Im Jahre 1700 reiste Mechitar nach Konstatinopel, wo er im Jahre 1701 eine Kongregation zur geistlichen und geistigen Regeneration seiner Landsleute stiftete. Er nannte seine Kongregation Orden des Heiligen Antonius. In Konstantinopel ist er dem armenischen Patriarchen wegen Hinneigung zur katholischen Kirche verdächtig geworden, also siedelte Mechitar mit seinen Mitbrüdern 1703 nach Methoni auf dem Südwest-Peloponnes, der damals venezianisch war, über.

Dort erbaute er im Jahre 1706 eine Kirche mit Kloster zu Ehren des heiligen Antonius. Nach ihrem Übertritt zu den mit der katholischen Kirche vereinten Armeniern, erhielt die Kongregation 1712 von Papst Clemens XI. die Bestätigung. Als Bedingung zur Anerkennung der Kongregation war aber die Annahme einer älteren
Ordensregel notwendig. Darum übernahmen die Mechitaristen die benediktinischen Ordensregeln und wählten Mechitar im Jahre 1713 zu ihrem Abt. So entstand die Congregatio monastica Antonianorum Benedictinorum Armenorum. Die Mechitaristen zählen somit zur Gruppe der benediktinischen Orden.

Im Jahre 1714 brach der Achte Venezianisch-Türkische Krieg aus, der vorwiegend auf dem Peloponnes ausgetragen wurde. So mussten die Mechitaristen, insgesamt 12 Mönche, nach Venedig flüchten. Kurz darauf, 1717 wurde ihr Klosteranwesen in Methoni zerstört. Im gleichen Jahr erhielten sie als Geschenk vom venezianischen Senat die Insel San Lazzaro, auf der ein stattliches Kloster mit Kirche erbaut wurde. Abt Mechitar verbrachte dort seinen Lebensabend und verstarb auf S. Nazzaro 1749.
Die Ordensregeln wurden später unter dem Abt S. Melkonian reformiert.

Auf der Insel San Lazzaro leben die Mönche gediegen bis heute. 150 waren es 1911 und im Jahr 2010 noch 50 …

Geschrieben 14.05.2019, Geändert 14.05.2019, 1138 x gelesen.

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