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Die Gräber von Mykene

Von Uwe

Mit den in der Umgebung liegenden gewaltigen Grabanlagen zählt Mykene zu den bedeutendsten Ausgrabungen Griechenlands.

Gegen Ende des 17. und im 16.Jh bestattete man die Mitglieder der königlichen Dynastie in großen Schachtgräbern. Zwei Gruppen dieser Königsgräber wurden auf der Westseite des Hügels gefunden (Gräberrund A und B).

Das Gräberrund A wurde 1876 von Heinrich Schliemann entdeckt und ausgegraben. Die Gräber waren von einer kreisförmigen Brüstung aus Steinplatten umgeben. In 6 Schachtgräbern wurden 19 Skelette mit einem wahrhaften Schatz von goldenen und anderen Beigaben aus der Zeit zwischen 1600 und 1500 v.Chr. gefunden. Im Gräberrund A wurden damit die bedeutendsten Funde aus mykenischer Zeit gemacht. Allein das Goldschmuck hatte ein Gewicht von ca. 14 kg. Zu den Funden zählen auch die goldenen Masken, die den Toten aufs Gesicht gelegt wurden.

Es besteht noch Unklarheit, welchen Ursprung der mykenische Reichtum hatte. Auf jeden Fall sind starke ägyptische und minoische Einflüsse zu erkennen.

Im Gräberrund B, das 1951 entdeckt wurde, fand man 24 unberührte Kammergräber aus der Zeit von 1650-1550 v.Chr.

Seit dem 16.Jh.v.Chr. wurden die sogenannten Kammer- und Kuppelgräber verwendet. Die Kammergräber sind Familiengräber, die recht tief in die Hänge der Hügel eingelassen wurden. Zu der unterirdischen Kammer führte ein schmaler abschüssiger Gang (Dromos). In den Jahren 1886-1899 wurden 103 Kammergräber gefunden.

Kuppelgräber sind die aufwendigsten Grabanlagen, die in Mykene gefunden wurden. Sie wurden von 1510 - 1300 v.Chr. für Könige und Fürsten errichtet. Der Übergang von Schachtgräbern auf Kuppelgräber soll ein Hinweis auf einen Dynastiewechsel sein. Kuppelgräber waren die luxuriösere Weiterentwicklung der Kammergräber. Sie besitzen ebenfalls einen Dromos und haben eine kuppelartige Kammer.

Außerhalb der Burgmauern wurden neun Kuppelgräber freigelegt, anhand derer man die Entwicklung dieses Grabtyps in den 2 Jahrhunderten nachvollziehen kann. Alle Kuppelgräber wurden schon im Altertum ausgeraubt.

Ausstellung im Nationalmuseum

Die Funde aus den Gräbern sind im Archäologischen Nationalmuseum von Athen im Mykenischen Saal zu sehen.
Den Ausspruch aus dem Museumsführer ‚Staunen hat mich erfaßt' kann ich nur bestätigen. Es ist wirklich eindrucksvoll, welche Kunstwerke vor über 3000 Jahren angefertigt wurden.

Geschrieben 28.05.2001, Geändert 28.05.2001, 5995 x gelesen.

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