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Die Mani - der mittlere Finger

Von KAI-MARIOUS

Die Mani: Mit der natürlichen Teilung der Taygetos Berge und dem mediterranen Ende des Pindos Gebirges, liegt die Mani auf dem mittleren Finger der Peloponnes, welche mittels des Kanals von Korinth vom übrigen griechischen Festland getrennt ist. Mit dem Kap Matapan (Tainaron) wird die Mani so zusammen mit Sizilien und der Straße von Gibraltar, zu Europas südlichstem Punkt.

Seit Menschengedenken ranken sich Legenden und Mythen um dieses brachiale Gebiet griechischer Erde. Währenddessen wird die Mani weiterhin von Ihren Jahrhunderte alten Türmen, Festungen und Wehranlagen dominiert. Ihre kleinen Bergdörfer schmiegen sich an den rauen Fels, Feigenkakteen, Ölbäume und wilde Kräuter bedecken die steinige Erde. Hier wo Gegenwart und Vergangenheit miteinander verschmelzen, zu diesem einzigartigen Gemisch aus warmer Herzlichkeit und Weltoffenheit, ist der Fremde noch ein Gast, dem mit Neugier und Höflichkeit gegenübergetreten wird.

Viele griechische Einwohner verließen während der schweren Zeit des griechischen Bürger- und des II. Weltkrieges ihre Heimat, um das Glück im Ausland zu suchen (sie emigrierten nach Australien und den Vereinigten Staaten, vorwiegend aus den Regionen Peloponnes und Attika). Als guter Geschäftsmann, ist es dem Griechen nun nach der Rückkehr in die Heimat möglich gewesen, sich um die Heimatdörfer und Familienanwesen auch wieder finanziell kümmern zu können.

Zusammen mit der Unterstützung aus EU-Mitteln des Kultur Funds und unter deren strengen Bauauflagen, wurden viele alte Höfe und Turmbauten traditionsgerecht renoviert, umgebaut oder neu erbaut. Der zur äußeren Wand ausschließlich verwendete Naturstein, harmonisiert wunderbar mit den Bergen. So entstanden in den letzten Jahren individuelle Herbergen und Pensionen, Hotels des gehobenen Standards und kleinere Ferienanlagen. Schon Asklepius als Heilkundigen der Antike war die Gegend auf Grund seines hohen Kräuteraufkommens wohlbekannt.

"In den Duft des wilden Thymians & Salbeis, mischt sich das Zirpen der Zikaden zu einer Natursymphonie der Mani."

Abgesehen von dem „grünen Gold“ (Olivenöl) der Ölbäume, welche international einen sehr hohen Stellenwert hat, erfüllt die Mani den hohen EU-Agrarstandart nur selten. So ist die Landschaft vielerorts, noch genauso wild und unzugänglich wie in alten Zeiten.

Seit jeher war die Mani ein Zufluchtsort in unruhigen Perioden. So flohen einst auch die Spartaner dorthin, um dem Völkerbund zu entfliehen und Ihre Unabhängigkeit nicht aufgeben zu müssen. Während der Zeit des Ottomanischen Reiches, spielte die Mani stets eine außergewöhnliche Rolle im besetzten Griechenland. Von hier aus in Areopolis (vom Kriegsgott Aris her ableitend), nahm die Revolution gegen die türkische Herrschaft 1821 ihren Anfang.

Das Urlaubsgebiet Mani

Die Mani ist noch nicht im Focus der großen „Urlaubsmaschinerie“. Keine großen Hotelbunker, zu wenige Clubs oder Animationen, die laute Unterhaltungsindustrie mit den Discotheken und Vergnügungsparks fehlen. Griechenland Liebhaber und Kulturfreunde finden hier unverbaute Küstenabschnitte mit bizarren Felsformationen sich abwechselt mit Sand- und Kiesstränden vor. Die kleine, einsamen Buchten mit dem glasklaren Wasser des messianischen & lakonischen Golfes bieten ein unbeschwertes Badevergnügen für die ganze Familie.

Der in der Hochsaison lebendige Ort Stoupa bildet mit seinen langen Sandbuchten, Wassersportmöglichkeiten und seiner langezogenen Strandpromenade hier eine Ausnahme. Außerhalb der Ortschaft geht der ruhige, griechische Alltag weiter. Man hat Zeit für ein Schwätzchen. Alte, charismatische Ortschaften wie Kardamili, oder traditionelle Fischergemeinden wie Agios Nikolaos und Trachilia prägen das typische Bild vom „alten“ Griechenland.

„Freund unter Freunden“. Soziales Gemeinschaftsleben und die Parea (Tischgemeinschaft) sind fest in der Gesellschaftsstruktur verankert und haben einen sehr hohen Stellenwert. Mit seinen alten und immer noch lebendigen Traditionen und Bräuchen, findet der Reisende mit der Mani hier ein vielseitiges und ursprüngliches Stück Griechenland vor. Alte Verbindungswege und Eselspfade bieten attraktive Wander- und Trekkingrouten durch die wilde Macchia zu kleinen Bergdörfern über Tälern, Flussläufen und Hochebenen.

Das byzantinische Erbe in Form von alleine in Lakonien über 200 kleinen Kirchen und Kapellen aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Wandmalereien aus dem 17. und 18. Jahrhundert bereichern mit ihren biblischen Motiven, orthodoxer Kirchengeschichte die alten Steinwände der Gebetsstätten.

Diese Vorgabe an Naturschönheiten und die Vielseitigkeit der Urlaubsaktivitäten machen das Gebiet der Mani zu einem Favoriten unter Griechenlands Urlaubsregionen. Hat die Mani Ihnen erst einmal Ihren Reiz offenbart, so wird Sie für immer einen Platz in Ihrem Herzen haben.

Wunder Travel

Geschrieben 05.12.2007, Geändert 10.12.2007, 4284 x gelesen.

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